Weiterbildung „Gestalttherapie und Systemaufstellung“
Nächster Kurs wird demnächst bekannt gegeben
Ort: Praxis Giese-Morschl, Ernststr. 63, 13509 Berlin
UMFANG:
24 Wochenendseminare à 16 Stunden
10 Einzel-Supervisionen à 90 Minuten
10 Peergroup-Treffen à 3 Stunden (Übungsgruppe ohne Teilnahme der Leiter)
Gesamt: 429 Weiterbildungsstunden
ABSCHLUSS mit Zertifikat
KOSTEN:
Verwaltungsgebühr € 20,-
24 Seminare à € 140,-(€ 3360,-)
10 Einzelsupervisionen à 90 Minuten à € 70,- (€ 700,-)
Gesamt: € 4.080,-
ZAHLUNGSMODUS:
Monatliche Ratenzahlung
LEITUNG: Manuela Giese-Morschl, Dipl.Ing., Heilpraktikerin für Psychotherapie, Gestalttherapeutin und Psychodramaleiterin, Leiterin von Systemaufstellungen
Die Weiterbildung ist auch offen für Interessenten, die nur an einem oder an einigen einzelnen Wochenenden teilnehmen möchten. Sie können eigene Themen bearbeiten, die Methoden kennen lernen oder auffrischen.
THEMEN DER SEMINARE
Einführung in Gestalttherapie und Systemaufstellungen;„Liebe, die bindet und Liebe, die heilt“ - Bindungen und Beziehungen in Familie und Partnerschaft
Anamnese, Anfangsinterview, Wahrnehmung, Bewusstheit, Gewahrsein, Körper- und Gefühlsfokussierung in der Gestalttherapie
Gestalttechniken mit dem „leeren Stuhl“ und mit Symbolen
Kontaktzyklus und Kontaktstörungen, Widerstände, Übertragung, Gegenübertragung
Systemaufstellungen, Anfangsinterview und erste Schritte, Ordnungen in der Herkunfts- und Gegenwartsfamilie, Haltung des Leiters
Systemische Dynamiken in Familien und Partnerschaften, primäre und sekundäre Gefühle aus systemischer Sicht
Arbeit mit dem inneren Kind und der inneren Jugendlichen
„Das innere Gruselkabinett“: Arbeit mit ungeliebten, verdrängten und projizierten Anteilen, Schatten
„Die innere Firma“, innere Gestaltarbeit
„Körperdialog“, Reise durch den Körper (z. B. zu Organen, Verletzungen und Schmerzen), Symptomaufstellungen
Systemische Einzelarbeit (Monoaufstellungen) mit Hilfe von leeren Stühlen, Kissen, Spielfiguren, innerer Imagination
Die unterbrochene Hinbewegung zur Mutter (früher traumatischer Hintergrund), Geburtssimulation, die Rückholung woanders (in traumatischen Erlebnissen) gebundener Seelenanteile
Partnerschaft, Sexualität und Kommunikation (Symbiose, Konfluenz, Grenzen)
Bewegungen der Seele und des Geistes, verdeckte Aufstellungen
Arbeit mit Träumen
„Devil in Disguise – Angel in Disguise“: Entdeckung, Ausdruck und Annahme der „Engel“ und „Teufel“ in uns; Selbstausdruck mit Körper, Stimme, Bewegung (Anti-Rollenspiel), Malen, plastisches Gestalten
Trauma-Bearbeitung , der sichere Ort, Grounding, Entspannungstechniken
Berufsbezogene Aufstellungen, Organisationsaufstellungen, Supervisionsaufstellungen, Ordnungen des Helfens, Helfer-Klienten-Systeme, Gruppendynamiken
Diese Weiterbildung befähigt, als psychologischer Berater und Coach tätig zu werden. Sie ist sehr gut geeignet für Menschen, die sich in diese Richtung beruflich verändern wollen. Sie ist auch sehr gut geeignet für Menschen, die bereits mit Menschen arbeiten (Psychotherapeuten, Psychologen, Heilpraktiker, Seelsorger, Sozialarbeiter, Erzieher, u.a.). Sie erweitert die eigenen persönlichen und professionellen Kompetenzen mit neuen Einsichten und der Einübung aktiver, über die reine Gesprächsführung hinaus reichender Methoden.
In unserer langjährigen Beratungspraxis haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich Gestalttherapie und Systemaufstellungen besonders gut eignen, um Selbstheilungskräfte zu fördern und Veränderungen anzustoßen. Beide sind sowohl theoretisch als auch praktisch leicht verstehbare und erlernbare Methoden, die in Einzel-, Paar- und Familientherapie, in psychologischer Beratung, Supervision und Coaching angewendet werden können. Beide Verfahren können sich gut ergänzen. Wenn man gestalttherapeutisch arbeitet, ist es hilfreich, ein Wissen über Systemdynamiken zu haben. Bei der Arbeit mit Systemaufstellungen ist es gut, Körpersprache und Gefühlsausdruck im Blick zu behalten und phänomenologisch vorgehen zu können, wie es für die Gestalttherapie kennzeichnend ist.
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Wer hat Zugang zu unseren Weiterbildungen und für wen sind sie geeignet?
Der Zugang zu unseren Weiterbildungen ist nicht von bestimmten Berufen und akademischen Titeln abhängig. Teilnehmen kann jede/jeder ab dem Alter von 18 Jahren, die/der motiviert, normal geistig und psychisch belastbar, bereit zur Bearbeitung eigener Themen und zur Arbeit in einer Gruppe ist.
Unsere Weiterbildungen sind für Personen geeignet,
- die eine psychologische, pädagogische oder Beratungs-Ausbildung haben und sich in humanistischen und systemischen Therapieformen weiterbilden wollen, - also für Psychologen, Psychologische Psychotherapeuten, Psychiater, Seelsorger, Supervisoren, Coachs, Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Lehrer, Erzieher und Heilpraktiker,
- die eine amtliche Zulassung für die Ausübung von heilkundlicher Psychotherapie haben oder die Zulassung anstreben und die für ihre Tätigkeit noch Handwerkszeug brauchen, um effektiver helfen und um ein breiteres Therapie- und Beratungsangebot machen zu können,
- die sich mit einer Beratungstätigkeitselbstständig machen wollen oder die in einer Firma als Berater arbeiten, ohne zu einem der oben genannten Personenkreise zu gehören,
- die etwas Sinnvolles für ihr persönliches Wachstumtun wollen und die Weiterbildung in erster Linie als Selbsterfahrung mitmachen bzw. daraus Nutzen für ihre privaten und beruflichen Beziehungen, Tätigkeiten und Perspektiven ziehen wollen (z.B. berufliche Umorientierung, Stärkung der eigenen sozialen Kompetenzen, Erlernen eines besseren Verständnisses für psychologische Faktoren im privaten und beruflichen Umfeld).
Hinweis zur Ausübung von Psychotherapie:
Gesetzliche Mindestvoraussetzung, um in Deutschland psychotherapeutisch arbeiten zu dürfen, ist die Überprüfung in heilkundlicher Psychotherapie. Zu dieser Überprüfung braucht man in Berlin eine schriftliche und eine mündliche Prüfung, die je nach Wohnbezirk vom Gesundheitsamt Lichtenberg oder vom Gesundheitsamt Tempelhof durchgeführt wird. Zugelassen ist jede Person ab dem 25.Lebensjahr, die mindestens den Hauptschulabschluss hat, ein Gesundheitszeugnis und ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen kann.
Mit der amtlichen Zulassung als Heilpraktiker/in für Psychotherapiedarf man zwar Psychotherapie anbieten und ausüben, sich aber nicht Psychotherapeut/in nennen (Deutsches Psychotherapeutengesetz). Außerdem kann man mit der Erlaubnis für die heilkundliche Ausübung von Psychotherapie nicht über Pflichtkrankenkassen abrechnen, sondern nur privat bzw. über manche privaten Krankenversicherungen, falls in der Versicherung die Erstattung von heilkundlicher Psychotherapie beinhaltet ist.
Wer die Zulassung für heilkundliche Psychotherapie nicht hat, kann unter gesetzlich nicht geschützten Titeln wie z.B. "Psychologischer Berater" oder "Coach" selbstständig arbeiten. Er/sie darf aber nicht Psychotherapie anbieten und ausüben.